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Schlitze


In der Regel werden Schlitze geringer Tiefe ausgeführt (10 bis 30 mm). Schlitze stellen eine Querschnittminderung dar. Dadurch ergibt sich im Verhältnis zu einer nicht geschlitzten Wand bei gleich bleibender Belastung eine höhere Druckspannung.
In der DIN 1053-1 finden sich für das Schlitzen einige Regeln, bei denen auf den rechnerischen Nachweis verzichtet werden kann. Werden die dort angegebenen zulässigen Grenzmaße überschritten so muss ein rechnerischer Nachweis geführt werden.
Vertikale Schlitze und Aussparungen sind auch dann ohne Nachweis zulässig, wenn die Querschnittsschwächung - bezogen auf 1 m Wandlänge – weniger als 6 % beträgt und die Wand nur in vertikaler Richtung zweiseitig gehalten nachgewiesen wird.

Nachträglich hergestellte vertikale Schlitze und Ausparungen nach DIN 1053-1, Tabelle 10
Nachträglich hergestellte horizontale und schräge Schlitze nach DIN 1053-1, Tabelle 10


2) Mindestabstand in Längsrichtung von Öffnungen > 490 mm, vom nächsten Horizontalschlitz zweifache Schlitzlänge.
3) Die Tiefe darf um 10 mm erhöht werden, wenn Werkzeuge verwendet werden, mit denen die Tiefe genau eingehalten werden kann. Bei Verwendung solcher Werkzeuge dürfen auch in Wänden > 240 mm gegenüber liegende Schlitze mit jeweils 10 mm Tiefe ausgeführt werden.
4) Schlitze, die bis maximal 1 m über den Fußboden reichen, dürfen bei Wanddicken > 240 mm bis 80 mm Tiefe und 120 mm Breite ausgeführt werden.

Bei nicht tragenden Wänden gelten die Regeln der DIN 4103 und nicht der DIN 1053-1. Hier sind einige Empfehlungen zu beachten:

Schlitze, die die Anforderungen der DIN 1053-1 erfüllen, dürfen auch bei nicht tragenden Wänden ausgeführt werden. Wir empfehlen das Schlitzen von nicht tragenden KS-Wänden erst ab einer Wanddicke von 7 cm mit einer Schlitztiefe von 1 cm vorzunehmen. Die Schlitztiefe kann ab einer Wanddicke von 17,5 cm auf 3 cm erhöht werden.

Bei vierseitig gehaltenen nicht tragenden Wänden kann der vertikale Schlitz als freier Rand angenommen werden. Dadurch entsteht eine dreiseitig gehaltene Wand. Die hieraus resultierenden zulässigen Wandlängen sind zu beachten.

Werden Schlitze nachträglich hergestellt, sind, um das Mauerwerk schonend zu behandeln, geeignete Werkzeuge, z.B. Mauernutfräsen zu verwenden.
Detaillierte Infos finden Sie hier



Bemessung nach Eurocode 6


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