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Aktuelles


Die Bau-Seminarreihe des KS-West e.V. wieder erfolgreich abgeschlossen
Mehr als 1800 Teilnehmer in 8 Seminarorten Nordrhein-Westfalens besuchten die schon fast zur Tradition gewordene Seminarreihe des KS West e.V. zu Beginn des Jahres.

Dipl.-Ing. Andreas Schlundt, Abteilungsleiter Normung, Produkt- und Systementwicklung beim Bundesverbund der Kalksandsteinindustrie eV Hannover, erläuterte die Bemessung des Brandschutzes nach DIN EN 1996-1-2 (Eurocode 6). Mit der Veröffentlichung dieses letzten Teils des Eurocodes 6 mit seinem Nationalen Anhang im Juni 2013 ist der EC 6 nun in seiner Gesamtheit anwendbar.

Herr Schlundt erläuterte, dass die Ermittlung der Feuerwiderstandsdauer von Wänden im EC 6 ähnlich der bereits der nach DIN 4102-4 bekannten Vorgehensweise von statten geht. Er machte darauf aufmerksam, dass durch die Einführung der neuen Klassifizierung des Brandverhaltens der Baustoffe und Bauteile aber einige Änderungen hinsichtlich der Zuordnung zu den bauaufsichtlichen Anforderungen zu beachten sind. Inhaltlich ging er auf die bauaufsichtlichen Brandschutzregelungen für Wände ein und erläuterte den Anwendungsbereich von DIN EN 1996-1-2 und die Feuerwiderstandsdauer von Wänden nach EC 6.

Im nachfolgenden Vortrag war es Dipl.-Ing. Werner Eicke-Henning, Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der sich in die Debatte um Wärmedämmverbundsysteme einschaltete.

Dieses Dämmsystem, seit den 1970er Jahren in immer stärkerem Maße als wärmetechnischer Problemlöser für Außenwände genutzt und aus dem heutigen Baugeschehen nicht wegzudenken, sieht sich einer ständigen Kritik ausgesetzt. Da wird von einer eingeschränkten Atmungsaktivität geredet, von gedämmten Wänden die veralgen und deren Dichtheit zu Schimmelbildung in Wohnräumen führt. Herr Eicke-Henning analysierte diese Behauptungen in seinem Vortrag und versachlichte das Thema mit verblüffenden Ergebnissen.

Abschließend stellte Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld seine Vision eines energieautarken Gebäude für die Zukunft vor, Grundvoraussetzung: Nicht das Betrachten des Objektes als reinen Energieverbraucher, sondern die Überlegung, dass dieses Objekt aus Sonnenlicht oder anderen Energieträgern seinen Energiebedarf selbst decken, darüber hinaus bisweilen sogar Überschüsse erzielen kann. Hierfür ist natürlich ein Umdenken und eine echte Neuausrichtung in Energiefragen notwendig.

 


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